Das erste Halbjahr 2026 verzeichnete weitere Rekorde an den Aktienmärkten. Wichtige Indizes wie der S&P 500, der Dow Jones und der Nikkei 225 erreichten neue Allzeithochs und auch der Deutsche Aktienindex (DAX) durchbrach erstmals die psychologisch bedeutsame Marke von 25.000 Punkten. Wie schon 2025 verlief diese Entwicklung nicht ohne Herausforderungen. So stand der größte Teil dieses ersten Halbjahres im Zeichen einer nach wie vor unvorhersehbaren US-Handelspolitik und eines zu Beginn in Länge und Auswirkung unterschätzten, andauernden Iran-Krieges.
US-Handelszölle dämpfen weiterhin die internationale Exportdynamik. Gemeinsam mit dem Iran-Krieg verunsichern sie exportabhängige Wirtschaftszweige und bremsen die Erholung der europäischen Konjunktur im Vergleich zu den USA merklich aus. Um den durch den Iran-Krieg ausgelösten steigenden Inflationsraten entgegenzuwirken, erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni 2026 erstmals seit fast drei Jahren ihren Leitzins – nach dem Ende eines längeren Zinssenkungszyklus – um 0,25 Prozentpunkte.
Die restriktive Geldpolitik und die nur verhalten unterstützende Finanzpolitik bremsen gemeinsam mit den geopolitischen Unsicherheiten die wirtschaftliche Erholung Europas.
Angesichts der extremen Zweiteilung zwischen boomenden Technologieaktien und traditionellen Standardwerten ist es für Anlegerinnen und Anleger zur Jahresmitte entscheidend, das eigene Portfolio mit Bedacht aufzustellen. Das zweite Halbjahr verlangt ein hohes Maß an Flexibilität sowie eine konsequente, breit gefächerte Streuung.
Unsere Beraterinnen und Berater unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Anlagestruktur auf Ihre persönlichen Ziele und Ihre Risikobereitschaft abzustimmen. Zusätzlich bieten wir Ihnen wie gewohnt unseren monatlichen Privatkunden-Newsletter mit aktuellen Einschätzungen rund um „Zins & Börse“ an. Abonnieren können Sie diesen kostenlos unter spk-ro-aib.de/newsletter.
Freundliche Grüße,
Ihr Vorstand der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling
Verschiebung der wirtschaftlichen Kräfte
Quelle: Daten LBBW Research Stand 11.06.2026, eigene Darstellung
Die deutsche Wirtschaft startete mit einem moderaten Wachstum von +0,3 % im ersten Quartal 2026, getragen von Exporten und staatlichem Konsum. Geringe Investitionen und ein verhaltener Arbeitsmarkt bremsten die Entwicklung jedoch ab. Der Euroraum verzeichnete im gleichen Zeitraum eine leicht negative Dynamik von -0,2 % gegenüber dem Vorquartal und zeigt damit, wie fragil der wirtschaftliche Aufschwung nach wie vor ist.
Die Wirtschaftsentwicklung der USA hingegen stabilisiert die Weltkonjunktur, gestützt durch robuste annualisierte BIP-Zuwächse von +1,6 % im ersten Quartal 2026.
Dies entspricht rund 0,4 % gegenüber dem Vorquartal und einen kräftigen Arbeitsmarkt.
In China setzte sich zuletzt eine moderate konjunkturelle Stabilisierung fort, unterstützt durch staatliche Infrastrukturprogramme sowie eine leichte Erholung des Konsums und der Industrieproduktion. Strukturelle Belastungen im Immobiliensektor und eine schwache private Nachfrage verhindern jedoch größere Wachstumssprünge, weshalb für das zweite Halbjahr nur begrenzte Wachstumsimpulse zu erwarten sind.
Für Deutschland und den Euroraum wird für die zweite Jahreshälfte insgesamt nur eine eher schwache Erholung erwartet. Anhaltender Energiepreisdruck und geopolitische Unsicherheiten könnten kurzfristig erneut zu Stagnation führen, während insbesondere die US-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) global weiter als stabilisierender Faktor wirken.
- Investitionen in KI als Wachstumstreiber
- Staatliche Investitionsprogramme in Europa
- Technologischer Fortschritt weltweit: Der globale Wettbewerb im Bereich KI treibt Innovationen und Investitionen an und fördert technologische Durchbrüche
Kontra
- Anhaltend erhöhte Energie- und Rohstoffpreise durch den Iran-Krieg
- Fehlende private Investitionen in Europa
- Geopolitische Risiken und protektionistische Tendenzen
- Unzureichende Investitionen in Konsum und andere Sektoren
Herausforderungen und Lösungen
Quelle: Daten Bloomberg Stand 11.06.2026, eigene Darstellung
Der Iran-Konflikt hält die Energiepreise auf einem erhöhten Niveau. Nach den starken Anstiegen im März und April 2026 blieb Energie ein zentraler Inflationstreiber. Im Mai kam es allerdings zu einer Gegenbewegung. Mit zeitlicher Verzögerung können höhere Energie- und Transportkosten auch auf andere Waren und Dienstleistungen übergreifen. Die Gesamtinflation im Euroraum kletterte zuletzt auf 3,2%, während sie in Deutschland im Mai bei 2,6% lag. In den kommenden Monaten dürfte die Inflation erhöht bleiben. Bei anhaltend hohen Energiepreisen ist ein weiterer Anstieg möglich.
Auch die Kerninflationsrate, also die Inflation ohne Energie und Lebensmittel, stieg im Mai angetrieben durch den Konflikt im Nahen Osten spürbar von 2,2 % auf 2,5 %, da höhere Energie- und Transportkosten auf Güter übergreifen. Die Notenbanken beobachten die längerfristigen Inflationserwartungen daher sehr genau, um das Entstehen einer Lohn-Preis-Spirale zu verhindern.
Vor diesem Hintergrund reagieren die geldpolitischen Akteure auf den anhaltenden Preisdruck. Die Europäische Zentralbank hat am 11. Juni 2026 den Leitzins (Einlagesatz) um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 % angehoben. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass künftige Entscheidungen streng von der weiteren Datenlage abhängen. Ein umfassender Zinserhöhungszyklus sei nicht geplant, wenngleich ein weiterer Schritt später im Jahr im Raum steht. Die US-Notenbank (FED) belässt die Fed Funds Rate derweil unverändert auf einem Niveau von 3,50 % bis 3,75 % und sieht aufgrund der robusten Wirtschaftslage vorerst keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für Zinssenkungen.
Pro
- Schwache Konjunktur in Europa
- Unsicherheit über die Dauer des Energiepreisschocks
- Erste Entlastungstendenzen bei den Energiepreisen
- Produktivitätssteigerung durch KI kann inflationsdämpfend wirken
Kontra
- Erhöhte Inflation und steigende Inflationserwartungen
- Höhere Energie- und Transportkosten
- Robuste US-Konjunktur und stabiler Arbeitsmarkt
- Risiko von Zweitrundeneffekten bei Löhnen und Preisen
- Expansive Fiskalpolitik in den USA
Im Griff (geo-)politischer Unsicherheiten
Quelle: Daten Bloomberg Stand 11.06.2026, eigene Darstellung
Die Zinsmärkte stehen stark im Zeichen des Konflikts „an der Straße von Hormus“. Durch die jüngste Zinsanhebung der EZB und einen voraussichtlich im September folgenden weiteren Zinsschritt von 0,25 Prozentpunkten könnte der Einlagesatz schrittweise auf 2,50 % steigen. Für Sparer bedeutet dies etwas attraktivere Zinsen, während sich variable Kredite im Gegenzug verteuern.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen bleibt auf erhöhtem Niveau.
Auf Sicht von sechs Monaten wird ein Wert von rund 3,10 % erwartet, in 12 Monaten rund 3,20 %. Hierfür sprechen die langsame Erholung der europäischen Wirtschaft sowie die Tatsache, dass Länder wie Deutschland neue Schulden aufnehmen, wofür Anleger höhere Renditen verlangen. In den USA wird die zehnjährige Rendite für Staatsanleihen auf 6-Monats-Sicht bei 4,60 % erwartet, bevor sie auf Jahressicht bei einer allmählichen Entspannung der Energiepreise leicht auf 4,40 % zurückfallen dürfte.
Pro
- Steigende Inflationserwartungen durch Iran-Konflikt
- Steigende Energiepreise und Rohstoffmärkte
- Neue Schuldenpakete in Deutschland und Europa über insgesamt 1,3 Billionen EUR
Kontra
- Nachlassender Inflationsdruck (z. B. Rückgang bei Energiekosten aufgrund Entspannung bei den geopolitischen Unsicherheiten)
- Konjunkturelle Schwäche bis hin zur Rezession
- Neue Notenbankprogramme zur Sicherstellung der Liquidität
Leichter Aufwärtstrend erkennbar
Quelle: Daten www.destatis.de Stand 25.03.2026, eigene Darstellung (ab 1.Quartal 2025 vorläufige Werte)
Die Immobilienpreise in Deutschland sind im bisherigen Jahresverlauf leicht gestiegen, vor allem in den Großstädten verteuert sich der Wohnraum weiter. Hauptgrund hierfür ist die wachsende Lücke zwischen Nachfrage und Angebot. Laut dem Verband Deutscher Pfandbriefbanken (VdP) stiegen die Wohn-immobilienpreise im vergangenen Jahr im Schnitt um 4,2 % doppelt so stark wie im Vorjahr. Der VdP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt erwartet aufgrund des anhaltenden Wohnraummangels auch im weiteren Verlauf 2026 steigende Preise und sieht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als politische Priorität.
Der Wohnungsneubau befindet sich derweil in einer tiefen Krise. Laut dem Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) werden 2026 voraussichtlich nur rund 215.000 neue Wohnungen fertiggestellt, nach etwa 235.000 Einheiten im Jahr 2025. Damit bleibt man weiterhin hinter dem Ziel des Bundesbau-ministeriums von jährlich 400.000 neuen Wohnungen zurück. Aufgrund geopolitischer Spannungen drohen zudem Lieferengpässe bei wichtigen Materialien. Das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. - verzeichnete im April 2026 einen deutlichen Stimmungseinbruch: Das Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau fiel von - 19,3 im März auf - 28,4 Punkte, der stärkste Rückgang seit vier Jahren.
Dementsprechend steigen die Mieten stetig weiter: Nach einem Plus von 4,5 % bei den Angebotsmieten im vierten Quartal 2025 rechnen Experten für 2026 mit weiteren Steigerungen von 3 % bis 4 %. Ein positives Signal lieferten die Baugenehmigungen. Im Februar 2026 stieg deren Zahl um 24,1 % gegenüber dem Februar 2025 auf 22.200 Wohnungen. Belastend wirken hingegen die Finanzierungskosten. Lagen die Baufinanzierungszinsen vor einem Jahr für zehnjährige Darlehen noch bei rund 3 %, bewegen sie sich aktuell bei teilweise über 4 % mit leicht steigender Tendenz.
Pro
- Rückläufiger Neubau, anhaltende Lieferkettenprobleme und relativ hohe und weiter steigende Bauzinsen.
Kontra
- Deutlicher Zuwachs bei den Baugenehmigungen
Party noch nicht zu Ende?!
Quelle: Daten Bloomberg Stand 11.06.2026, eigene Darstellung
Nach einem fulminanten Jahresstart 2026 und dem Erreichen eines Allzeithochs im DAX von 25.507 Punkten im Januar hat der deutsche Aktienmarkt in den Folgemonaten geschwächelt und notiert im Jahresverlauf nahezu unverändert. Im internationalen Vergleich blieb der DAX zuletzt hinter besonders starken Märkten wie Japan, den Schwellenländern und den USA zurück. Die bisherigen Gewinner sind japanische Aktien (Japan Nikkei 225: + 28%), Schwellenländer (MSCI Emerging Markets: + 19%) und US-Aktien (S&P 500: + 8,4%).
Die großen Themen 2026 sind der anhaltende KI-Boom und der Iran-Krieg, wobei der ungebrochene KI-Optimismus die negativen Folgen deutlich überlagert. Die globalen Aktienmärkte haben geopolitische Risiken zuletzt nur begrenzt eingepreist, obwohl sich Hoffnungen auf eine schnelle Normalisierung der Ölmärkte bisher nicht erfüllt haben. Für die deutsche Wirtschaft ist der Iran-Krieg eine erhebliche Belastung. Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegen nur noch knapp über der Nulllinie. Von der Zinsseite kommt keine Unterstützung.
Der kurzfristige Ausblick für die Aktienmärkte hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung bei der Künstlichen Intelligenz ab. Der Börsengang von SpaceX ist auf großes Marktinteresse gestoßen und war mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar der größte US-Börsengang der Geschichte. Die anschließenden Kursschwankungen zeigen jedoch auch, wie hoch die Erwartungen an KI- und Technologiewerte inzwischen sind. Mit Spannung werden auch die möglichen Börsengänge der KI-Entwickler OpenAI und Anthropic erwartet. Der KI-Boom hat inzwischen auf die gesamte Wertschöpfungskette übergegriffen, von Chipherstellern über Energieversorgung bis hin zur Elektrotechnik.
Einige Kapitalmarktstrategen sprechen bereits von einem historischen Superzyklus. Dieser umfasst die Bereiche Künstliche Intelligenz, Energieinfrastruktur sowie Satelliten-, Drohnen- und Rüstungstechnologie und beschreibt eine überdurchschnittlich lange Phase, in der die Preise einer Anlageklasse inflationsbereinigt stark und anhaltend steigen.
Wir wollen jedoch nicht ignorieren, dass der aktuelle Technologie-Boom an Teilen der Realwirtschaft vorbeigeht. Das spiegelt sich am Aktienmarkt in einer geringen Marktbreite wider. Das heißt, nur wenige Sektoren und Einzelaktien tragen die Gesamtperformance. Weitere Risikofaktoren sehen wir in geopolitischen Spannungen sowie in der Inflations- und Zinsentwicklung. In Abwägung all dieser Faktoren bleiben wir für Aktien insgesamt positiv gestimmt. Unser leicht nach unten angepasstes Jahresendziel für den DAX liegt bei 25.500 bis 26.500 Punkten.
Pro
- Weltweite Anzeichen für Ausweitung der Staatsverschuldung zugunsten von Konjunkturmaßnahmen
- Angekündigte wirtschaftsfreundliche Maßnahmen der US-Regierung werden konsequent umgesetzt
- Inflationsraten steigen nicht signifikant
Kontra
- US-Regierung agiert zu unberechenbar und verunsichert die Kapitalmärkte
- Sparpolitik in Europa wird zu Lasten der Konjunktur weiter fortgesetzt
Nahost-Konflikt und US-Zinsphantasie als aktuelle Kurstreiber
Quelle: Daten Bloomberg Stand 11.06.2026, eigene Darstellung
Der US-Dollar zeigte sich im bisherigen Jahresverlauf robuster als erwartet, obwohl die strukturellen Argumente wie die steigende US-Staatsverschuldung gegenüber dem Euro langfristig für einen schwächeren Dollar sprechen. Nachdem die Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank abgeklungen sind, da der neu bestätigte Vorsitzende Kevin Warsh eine politisch unabhängige Linie betonte, stabilisierte sich die Währung.
Die ersten fünf Monate verliefen dennoch holprig: Nach einem Start bei rund 1,20 EUR/USD zu Jahresbeginn rückte der Dollar infolge des Iran-Krieges am 28. Februar erneut als „sicherer Hafen“ in den Vordergrund und bewegt sich seither unter Schwankungen in einer breiteren Spanne und fiel zuletzt zeitweise in den Bereich um 1,14 USD je Euro. Die US-Wirtschaft erweist sich dank des KI-Booms und eigener Energiequellen als bemerkenswert widerstandsfähig gegenüber den gestiegenen Energiepreisen, während Europa stärker mit schwachem Wachstum zu kämpfen hat. Für das zweite Halbjahr 2026 erwarten wir den EUR/USD-Kurs in einer Bandbreite von 1,13 bis 1,20.
Pro
- Eine mögliche Einigung im Iran-Krieg
- US-Vertrauensverlust: Steigende Staatsverschuldung und politische Unberechenbarkeit
- Zinsvorteil des US-Dollar schwindet
Kontra
- Anhaltende geopolitische Flucht in den US-Dollar
- Eine hartnäckige US-Inflation und eine weiterhin robustere US-Wirtschaft im Vergleich zur Eurozone.
Kann Gold das Tempo halten?
Quelle: Daten Bloomberg Stand 11.06.2026, eigene Darstellung
Gold untermauerte seine Dynamik Ende Januar mit einem neuen Allzeithoch von über 5.590 US-Dollar je Feinunze. Erste Gewinnmitnahmen nach dem außergewöhnlichen Kursanstieg sowie Liquiditätsdruck setzten den Preis unter Druck. Mit der Eskalation des Iran-Konflikts verstärkte sich die Korrektur: Der Konflikt trieb den Ölpreis in die Höhe und schürte Inflations- sowie Zinssorgen, was das zinslose Edelmetall zusätzlich belastete und den Goldpreis zwischenzeitlich um fast 30 % auf unter 4.100 US-Dollar drückte.
Trotz dieser Turbulenzen bleiben die strukturellen Treiber intakt und die Notenbanken handeln entsprechend: Strategische Käufer wie Polen, Usbekistan und Kasachstan stockten ihre Reserven auch dann weiter auf, als private Anleger sich zurückzogen. Das sinkende Vertrauen in den US-Dollar, eine wachsende Staatsverschuldung und der Trend zur De-Dollarisierung, also der bewusste Versuch verschiedener Länder, im internationalen Handel und bei ihren Finanzreserven unabhängiger vom Dollar zu sein, sprechen mittelfristig für steigende Goldpreise.
Das Tempo der vergangenen Monate dürfte sich vorerst nicht wiederholen. Gegen eine Fortsetzung in gleichem Tempo sprechen Gewinnmitnahmen und höhere Zinsen. Unterstützend wirken dagegen weiterhin die geopolitische Unsicherheit, die hohe Staatsverschuldung und die Nachfrage vieler Notenbanken. Eine Entspannung in dem Konflikt an der Straße von Hormus und nachlassender Ölpreisdruck könnten dem Goldpreis wieder Rückenwind geben, sind jedoch nicht garantiert. Wir bleiben vorsichtig optimistisch und halten Kursziele zwischen 4.600 und 5.000 US-Dollar für die zweite Jahreshälfte für realistisch - abhängig von der Dauer des Iran-Konflikts. Mittelfristig rechnen wir mit weiter steigenden Preisen. Gold konnte langfristig seinen Ruf als Wertaufbewahrung erfüllen, wenn auch unter Schwankungen. Daher sollte der individuell passende Goldanteil am Vermögen in einem persönlichen Gespräch herausgearbeitet werden. Gold kann ein Baustein zur Diversifikation sein, ersetzt aber keine breit gestreute Vermögensstruktur.
Pro
- Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten
- Rezessionssorgen und damit verbundene Zinssenkungen
- Anziehende Staatsverschuldung großer Industrieländer
Kontra
- Starker US-Dollar
- Rückläufige Inflation und anziehende Zinsen
- Gewinnmitnahmen und Preisschwankungen
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Aktuell werden die Zinsen in vielen Regionen der Welt gesenkt, da die Inflation nachhaltig unter Kontrolle zu sein scheint. Allerdings ist aus unserer Sicht noch nicht endgültig absehbar, wie stark sich die hohen Zinssätze in die Staats- und Unternehmenshaushalte eingeschlichen haben und somit noch zeitverzögert bremsend wirken.
Die Aktienmärkte feierten die Zinssenkungs-Party und erreichten größtenteils neue Rekordhöchststände. An dieser Stelle möchten wir zur Orientierung unser letztjähriges Zitat von Sir John Templeton (britischer Unternehmer und Fondsmanager, 1912-2008) unverändert stehen lassen:
„Bullenmärkte werden im Pessimismus geboren, wachsen in der Skepsis, reifen im Optimismus und sterben in der Euphorie."
Wir sehen die Märkte aktuell vom Optimismus in eine Euphorie übergehen. Folgende Risiken könnten aus unserer Sicht zu einer größeren Korrekturphase an den Aktienmärkten führen:
In unseren Prognosen haben wir solche oder ähnliche Risiken nur teilweise berücksichtigt. Sollten eines oder mehrere dieser Risiken realisiert werden, müssten unsere Prognosen entsprechend korrigiert werden.
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Erstellt am 24.06.2026 von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Private Banking. Diese Broschüre wurde von der Sparkasse ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und ist nicht als Anlageberatung zu verstehen. Sie beinhaltet zukunftsorientierte Aussagen wie z.B. Renditeprognosen. Diese Aussagen beruhen auf Schätzungen und Prognosen, die der Sparkasse zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung stehen und umfassen zudem Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen.
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